Sie entwerfen ein Etikettendesign für eine Kampagne oder ein Produktsystem. Die Grafik ist großartig, die Farben sind lebendig... Aber haben Sie auch berücksichtigt, dass später "variable Daten" (ein QR-Code oder ein Passwort, das sich auf jedem Etikett ändert) auf dieses Etikett gedruckt werden?
Bei 60 % der Entwürfe, die in unserer Druckerei eingehen, stellen wir denselben Fehler fest: Der Bereich für den QR-Code wurde dunkel oder gemustert gestaltet.
Denken Sie daran: Variable Daten (QR-Codes) werden nach dem Druck des Etiketts mit einem schwarzen Farbband (Ribbon) aufgebracht. Was passiert, wenn wir einen schwarzen QR-Code auf einen schwarzen Hintergrund drucken? Er ist nicht lesbar. Hier sind die lebensrettenden technischen Regeln für die Gestaltung von Etiketten mit variablen Daten.

1. Die goldene Regel: Lassen Sie ein "weißes Feld" frei
Die Technologie, die wir für den Druck variabler Daten verwenden, ist der Thermotransferdruck, und die Druckfarbe ist standardmäßig SCHWARZ.
Damit Barcode-Scanner und Handykameras einen Code lesen können, ist ein hoher Kontrast erforderlich. Der Hintergrund, auf dem Schwarz am besten zur Geltung kommt, ist Weiß. Achten Sie bei der Gestaltung unbedingt darauf, den Bereich, in dem der QR-Code oder das Passwort platziert werden soll:
- komplett weiß zu lassen,
- oder eine sehr helle Farbe (Creme, sehr helles Gelb) zu wählen.
Lassen Sie niemals einen QR-Code-Bereich auf einem roten, dunkelblauen, schwarzen oder komplex gemusterten Hintergrund frei.
2. Dimensionierung: Wie viel Platz wird benötigt?
Unsere Kunden sagen manchmal: "Der QR-Code soll sehr klein sein, damit er das Design nicht stört." Aber die Lesbarkeit ist eine Frage der Physik.
Damit ein QR-Code zuverlässig gelesen werden kann, ist eine Größe von mindestens 15 mm x 15 mm (1,5 cm) ideal. Sie sollten in Ihrem Entwurf einen Platz dieser Größe vorsehen. Wenn darunter noch ein Passwort wie "A72-B9X" stehen soll, sollten Sie den Bereich in der Höhe etwas vergrößern (z. B. 15 mm x 20 mm).
3. Verstoßen Sie nicht gegen die "Ruhezone" (Quiet Zone)
Der Fachbegriff "Quiet Zone" bezeichnet den leeren weißen Rahmen um den QR-Code herum. Dank dieser Lücke erkennt der Barcode-Scanner, wo der Code anfängt und endet.
Wenn Sie einen QR-Code platzieren, fügen Sie ihn nicht "kante auf kante" in das weiße Feld ein. Um den Code herum sollte ein zusätzlicher weißer Freiraum von mindestens 2-3 mm bestehen. Wenn farbige Linien in Ihrem Design den QR-Code berühren, funktioniert der Code nicht.

Hinweis an den Designer: Sie müssen keine Ebenen trennen
Sie müssen die variablen Daten (QR-Codes) nicht in das Design einfügen, wenn Sie uns den Entwurf senden. Lassen Sie diesen Bereich einfach LEER (Weiß).
Wir drucken das von Ihnen gelieferte feste Design. Anschließend fügen wir die Daten aus Ihrer Excel-Liste während des Produktionsprozesses maschinell in den von Ihnen freigelassenen Bereich ein. Das bedeutet, Ihre Designdatei muss nicht 10.000 verschiedene Seiten enthalten; ein einziges "Master-Design" ist ausreichend.

Fazit: Erst Design, dann Codierung
Ein erfolgreiches Projekt mit variablen Daten beginnt mit dem richtigen Design. Vermeiden Sie dunkle Hintergründe, lassen Sie ausreichend Platz und überlassen Sie den Rest unseren High-Tech-Druckmaschinen.
Sind Sie unsicher, ob Ihr Design für den Druck geeignet ist? Senden Sie uns Ihre Datei und wir prüfen sie mit unserem kostenlosen "Pre-Press"-Service. Um das Fehlerrisiko auf null zu senken, können Sie Kontakt mit uns aufnehmen.