In der Welt des Grafikdesigns gibt es eine goldene Regel: "Der Bildschirm sagt etwas anderes als das Papier."
Ein Design, das auf dem Computerbildschirm brillant aussieht, kann nach dem Drucken blass, verpixelt oder verschoben wirken. Der Grund dafür ist kein Maschinenfehler, sondern die Tatsache, dass die Datei nicht gemäß den Druckstandards (Pre-Press) vorbereitet wurde.
Als Otiket haben wir die technischen Details zusammengestellt, die Sie vor dem Hochladen Ihrer Datei überprüfen sollten, damit Ihr Design genau so gedruckt wird, wie Sie es sich vorstellen.

1. Dateiformat: Warum PDF?
Wenn Sie uns Ihr Design senden, sollten Sie anstelle von komprimierten Formaten wie JPEG oder PNG vorzugsweise das Format Druckfertiges PDF (High Quality Print) verwenden.
- PDF sperrt alle Elemente in Ihrem Design (Text, Bild, Vektor) und verhindert so eine Verzerrung.
- Wenn Sie eine Adobe Illustrator- (.ai) oder Photoshop-Datei (.psd) senden, vergessen Sie nicht, die Bilder in die Datei einzubetten (Embed).
2. Farbmodus: Nicht RGB, sondern CMYK
Dies ist der häufigste Fehler. Computerbildschirme arbeiten mit Licht und verwenden den RGB-Modus (Rot-Grün-Blau). Druckmaschinen arbeiten hingegen mit Tinte und verwenden den CMYK-Modus (Cyan-Magenta-Yellow-Black).
Warnung: Wenn Sie Ihre Datei im RGB-Modus senden, wirken Ihre Farben beim Druck matt und können "schlammig" aussehen. Stellen Sie den Farbmodus unbedingt auf CMYK ein, bevor Sie mit dem Design beginnen oder es speichern.
3. Auflösung: Mindestens 300 DPI
Für Websites reichen 72 DPI aus, aber in der Druckwelt führt dies zu einer "verschwommenen" Qualität. Damit Ihr Etikett klar, scharf und lebendig aussieht, sollte die Auflösung Ihrer Bilder mindestens 300 DPI (Dots Per Inch) betragen.
Tipp: Kleine Bilder, die Sie aus dem Internet (Google Bilder) gefunden haben, sind im Allgemeinen nicht für den Druck geeignet.

4. Texte (Schriftarten): In Pfade umwandeln
Die wunderbare Schriftart, die auf Ihrem Computer installiert ist, ist möglicherweise nicht auf unserem Computer installiert. Wenn wir die Datei öffnen, kann sich die Schriftart ändern oder verschwinden.
Um dies zu verhindern, sollten Sie nach Abschluss des Designs alle Texte auswählen und den Befehl "In Pfade umwandeln" (Convert to Outlines) ausführen. Dadurch werden die Texte nicht mehr als "Text", sondern als "Form" behandelt und verzerren sich nie.
5. Spezialbehandlungen: Lack- und Goldfolienebenen
Wenn Ihr Etikett eine partielle Lackierung (Glanz) oder eine Gold-/Silberfolienprägung aufweisen soll, muss die Maschine diese Bereiche erkennen können.
- Lassen Sie diese Bereiche nicht einfach so auf dem Design.
- Erstellen Sie eine separate Ebene (Layer) oder eine separate Seite und färben Sie nur die Bereiche für die Lackierung/Prägung in 100% Schwarz (Sonderfarbe).
- Fügen Sie dem Dateinamen beschreibende Hinweise wie "Design_Lack_Ebene.pdf" hinzu.

Fazit: Qualität steckt im Detail
Ein großartiges Design wird zu einem Kunstwerk, wenn es auf die richtige technische Vorbereitung trifft. Dateien, die Sie unter Beachtung der oben genannten Punkte senden, werden am schnellsten und in höchster Qualität gedruckt.